Leben ist Bewegung

Osteopathie

Um 1850 wurde die Osteopathie in den USA durch den Arzt Dr. Andrew Taylor Still entwickelt. Es ist eine Diagnose- und Behandlungsform, die ausschließlich mit den Händen erfolgt. Dabei wird der*die Patient*in in seiner*ihrer Gesamtheit betrachtet, d.h. auf allen körperlichen Ebenen, aber auch im Zusammenspiel von Körper, Geist, Seele.

Andrew Taylor Still, 1914

Bewegung

Da ein Grundprinzip in der Osteopathie heißt „Leben ist Bewegung“, wird die Beweglichkeit des Körpers insgesamt, aber auch die Eigenbewegungen und Elastizität der Gewebe, der einzelnen Körperteile und der verschiedenen Organsysteme und deren Zusammenspiel untersucht und gegebenenfalls behandelt. So soll sicher gestellt werden, dass der Stoffwechsel – und damit die Funktion jeder Struktur – optimal unterstützt wird.

Funktion

Bewegungsfreiheit ist nach Auffassung der Osteopathie essentiell für eine gute Funktion,  ganz gleich, ob es sich um Muskeln, Sehnen, Faszien, Bänder, Knochen oder innere Organe, Nerven und Gefäße handelt. Bei eingeschränkter Beweglichkeit entstehen nach diesem Konzept als Folge erst Gewebespannungen, dann Funktionsstörungen, die, wenn sie nicht mehr kompensiert werden können, zu Beschwerden führen.

Diagnose und Therapie

In der Osteopathie sucht man nach der Ursache dieser Funktionsstörung und versucht sie zu beheben. Damit wird nicht eine Krankheit an sich behandelt, sondern eher die zugrunde liegenden „Bewegungsstörungen“. Zur Orientierung bei Diagnose und Therapie dient immer die GESUNDE FUNKTION. Da durch Faszien (dünne Bindegewebshüllen) alle Strukturen des Körpers direkt oder indirekt miteinander zusammen hängen, können sich Beschwerden auch an einem anderen Ort zeigen, als an dem, an dem die Fehlfunktion vorliegt. Der über Jahre geübte Tastsinn führt den*die Therapeuten* in seiner*ihrer Diagnose und Behandlung. So umfasst die Ausbildung der Osteopathen*innen neben den medizinischen Fächern wie Anatomie, Physiologie, Biomechanik und Krankheitslehre v.a. auch eine intensive Schulung der Hände. Die angewandten Techniken sind meist sehr sanft.

Berufsbild des*der Osteopathen*innen

Osteopathie darf in Deutschland nach derzeitiger Rechtssprechung nur von Ärzten und Heilpraktikern ausgeübt werden.
Während weltweit und auch in zahlreichen europäischen Ländern Osteopathie als selb­stän­dige Form der Medizin in Ausbildung und Aus­füh­rung geregelt und aner­kannt ist und – sowohl in der Diag­nose als auch in der Be­hand­lung – von ärzt­lichen und nicht­ärzt­lichen Osteo­pa­then*­innen praktiziert wird, sind in Deutschland bisher weder Ausbildung noch Beruf gesetzlich geregelt. Obwohl viele Vor­aus­setzun­gen für diese Regelung erfüllt sind, z.B. haben zahl­rei­che Schulen einen stan­dar­di­sier­ten Lehrplan ein­ge­führt, der von der Bundes­arbeits­gemein­schaft für Osteo­pathie (BAO) und der Akademie für Osteopathie (AFO) durch ständige Quali­täts­kon­trol­len zu den ver­schie­denen Aus­bil­dungs­abschnitten gesichert wird, fehlt noch die politische Um­set­zung.
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen
  • Politischer Hintergrund
Während weltweit und auch in zahlreichen europäischen Ländern Osteopathie als selbständige Form der Medizin in Ausbildung und Ausführung geregelt und anerkannt ist und – sowohl in der Diagnose als auch in der Behandlung – von ärztlichen und nicht­ärzt­lichen Osteo­pathen*innen prak­tiziert wird, sind in Deutsch­land bisher weder Ausbildung noch Beruf gesetzlich geregelt.
Obwohl viele Voraus­­set­­zungen für diese Regelung erfüllt sind, z.B. haben zahlreiche Schulen einen standardisierten Lehrplan eingeführt, der von der Bundes­arbeits­gemein­schaft für Osteopathie (BAO) und der Akademie für Osteo­pathie (AFO) durch  ständige Quali­täts­kon­trollen zu den verschiedenen Aus­bildungs­abschnit­ten gesichert wird, fehlt noch die politische Umsetzung. Mehr dazu unter: Verband der Osteopathen in Deutschland (VOD) „Politische Arbeit: Osteopathie berufsgesetzlich regeln“

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Andrea Nürnberger D.O. ®

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81475 München

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